Was macht eigentlich ein Chatmoderator? Dafür sorgen, dass sich alle zivilisiert und nett benehmen? Ganz und gar nicht! Denn mit der Tätigkeit eines Moderators hat dieser Beruf – ja es ist tatsächlich ein eigener Beruf – nicht viel mehr gemein als den ähnlichen Namen.
Moderatoren
Es gibt nicht nur in Radio und TV, auch im Internet trifft man auf sie. Moderatoren machen im Internet einen wichtigen und oftmals unbezahlten Job. Sie sorgen in öffentlichen Chats für Ordnung, ermahnen Nutzer und löschen gegebenenfalls unangebrachte Texte. Ohne Moderatoren würden viele YouTuber keinen Live Chat anbieten, Blogger und Medienseiten keine Kommentarfunktion ermöglichen.
Daher wollen wir an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich klarstellen, dass Moderatoren und Chatmoderatoren zwei gänzlich unterschiedliche Dinge sind!
Chatmoderatoren
Was unterscheidet also Chatmoderatoren von Moderatoren? Ganz einfach, sie belügen oftmals Internetnutzer und ziehen ihnen das Geld aus der Tasche.
Das beste Beispiel hierfür sind Dating-Seiten. Dort werden Mitarbeiter bezahlt, damit sie mit Kunden chatten. Natürlich wissen die Kunden nichts davon, sie denken sich mit anderen Personen zu unterhalten, die ebenfalls einen Partner suchen. Kaum jemand merkt etwas davon. Sofern diese Praktik überhaupt zugegeben wird, sind entsprechende Texte gut in den Nutzerbedingungen versteckt.
Wenn man sich nicht auf Dating-Seiten aufhält kann einem so etwas also nicht passieren? Doch!
So mancher Nutzer hat es schon selbst erlebt. Man wird auf Instagram, Facebook oder einem sonstigen Netzwerk von einer hübschen Frau angeschrieben. Häufig gibt diese vor, man würde sich von früher kennen. Man könnte sich ja mal treffen… Doch viel weiter geht die Unterhaltung nicht. Die nette Dame gibt nämlich vor, die aktuell genutzte Plattform nicht sonderlich zu mögen, sie würde gerne auf eine andere Seite wechseln und schickt – hach ist sie nicht nett? – auch gleich einen entsprechenden Link mit. Und schon ist man in die Falle gegangen.
Ein Millionengeschäft
Chatmoderatoren verdienen also ihr Geld, in dem sie Internetnutzer etwas vormachen. Was haben aber deren Arbeitgeber davon? Jede Menge Geld.
Die Unterhaltungen mit den Chatmoderatoren sind nämlich nicht gratis. Zumeist bezahlt man für Nachrichtenpakete, jede gesendete Nachricht kostet einen bestimmten Betrag. Das erklärt auch, warum man von den Chatpartnern erst auf eine bestimmte Plattform gelockt und dort gerne ausgiebig hingehalten wird.
Die Tricks sind so einfach wie effektiv. Zum Beispiel werden Chatnachrichten als Frage formuliert. „Denkst du gerade an mich?“. Wer wird denn da an die Kosten denken, natürlich antwortet man. Daraus ergibt sich eine nette Unterhaltung und der Kontostand schrumpft mit jeder Minute.
Manche Internetnutzer geben hunderte Euro aus bevor sie die Masche durchschauen oder zumindest die Nase voll haben von der Hinhalterei.
Meistens ganz legal
Zwar sind das miese Tricks und Methoden, jedoch ist die Masche nicht zwangsläufig illegal. Zumindest dann, wenn Betreiber in den AGBs auf die Chatmoderatoren hinweisen. Und das wird durchaus auch getan, gelesen werden die Texte ja sowieso kaum.
Bei den Nutzungsbedingungen, oft mehrere Seiten lang, auf „Akzeptieren“ geklickt und schon ist man in die Falle getappt. Darum sollte man derartige Texte immer aufmerksam lesen und bei Chateinladungen fremder Personen skeptisch sein. Insbesondere wenn plötzlich Geld für weitere Nachrichten verlangt wird!

